Die Betreuung findet in unserem Zuhause statt und bietet den Kindern eine überschaubare, sichere und kindgerechte Umgebung, in der sie sich wohlfühlen und ihren Alltag aktiv mitgestalten können. Besonderes Augenmerk liegt darauf, dass sich jedes Kind angenommen fühlt und die Räume so gestaltet sind, dass alle Kinder teilhaben können – mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, ihrer eigenen Geschwindigkeit und ihrer individuellen Art, die Welt zu entdecken. Bereits beim Betreten des Hauses gelangen die Kinder in einen Flur, der nicht nur als Eingangsbereich dient, sondern bewusst auch mit genutzt werden darf und den Spielraum im Alltag erweitert.
Der Hauptbetreuungsbereich ist das speziell gestaltete Wohnzimmer, das aus-reichend Platz für eine Gruppe von bis zu fünf Kindern bietet. Hier stehen Spiel, Bewegung und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Gegessen wird an einer kleinen Montessori-Sitzecke, die den Kindern ermöglicht, sich eigenständig hinzusetzen, mitzuhelfen, den Tisch mit zu decken und nach dem Essen auch wieder abzuräumen. So werden Selbstständigkeit, Mitverantwortung und Teilhabe ganz selbstverständlich in den Tagesablauf integriert und jedes Kind kann sich entsprechend seiner Möglichkeiten einbringen, ohne Druck und ohne Vergleiche.
Bei der Auswahl der Spielmaterialien arbeite ich nach dem Prinzip der so genannten Toy-Rotation. Das bedeutet, dass den Kindern immer nur eine überschaubare Auswahl an Spielsachen zur Verfügung steht. Dadurch entsteht Ruhe im Raum, die Kinder können sich besser vertiefen und werden nicht durch ein Überangebot überfordert. Gerade für kleine Kinder ist das wichtig, weil es ihnen Orientierung gibt und ihnen hilft, sich sicher zu fühlen. Die Spielmaterialien bestehen überwiegend aus natürlichen Bestandteilen / Werkstoffen, vor allem aus Holz, und werden regelmäßig angepasst und ausgetauscht. So entstehen Spielimpulse, die Kinder auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen abholen, und jedes Kind findet Möglichkeiten, sich einzubringen, mitzumachen und Erfolgserlebnisse zu sammeln. Ein besonderer Rückzugsort ist mein liebevoll gestalteter Snoezel-Raum, der bewusst reizarm eingerichtet ist. Hier finden die Kinder eine kleine gemütliche Sitzecke zum Lesen, ausgewählte Bücher sowie Sensorikspielzeug. Zusätzlich stehen eine Gewichtsdecke und geräuschunterdrückende Kopfhörer zur Verfügung, sodass die Tageskinder bei Bedarf zur Ruhe kommen, sich regulieren oder einfach einen Moment für sich haben können. Der Raum kann bei Bedarf durch einen Baustein aus Stoff abgrenzt werden um den anderen Kindern zu signalisieren, dass hier gerade jemand allein sein möchte. Hier handelt es sich nicht um eine feste Barriere, sondern eher eine optische Abgrenzung, die die anderen Tageskinder verstehen und respektieren lernen. Mir ist wichtig, dass Kinder lernen dürfen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und dass sie erleben: Bedürfnisse sind in Ordnung und werden respektiert. Auch Bewegung und Körpererfahrung haben in meinen Räumen einen festen Platz. Ein großes Sofa sowie ein weiteres weiches Spielelement davor bilden zusammen einen großzügigen Tobebereich, der ausschließlich aus weichen Materialien besteht. Hier können die Kinder sicher klettern, springen, rollen und ihre motorischen Fähigkeiten ausprobieren. Ergänzt wird dieser Bereich durch große weiche Bausteine, Stoffwürfel, Kissen und weitere bewegungsanregende Materialien, mit denen die Kinder kreativ bauen, stapeln und eigene Spielideen entwickeln können. Dabei achte ich darauf, dass jedes Kind so unterstützt wird, wie es das braucht – manche Kinder brauchen mehr Mut, andere mehr Ruhe, während weitere andere klare Begleitung benötigen. Ziel ist, dass jedes Kind sich sicher fühlt und sich mit Freude weiterentwickeln kann. Zusätzlich nutzen wir regelmäßig unseren Garten. Dort steht den Kindern ein großes Trampolin zur Verfügung, auf dem sie sich auspowern und ihre Koordination stärken können. Außerdem gibt es eine Sandhütte, verschiedene Fahrzeuge, die auf der Terrasse gefahren werden können, sowie einen kleinen Kräutergarten, um den sich die Kinder gemeinsam kümmern dürfen. Der Garten bietet damit nicht nur Platz zum Spielen und Bewegen, sondern auch wertvolle Naturerfahrungen, Mitmach-Momente und erste Einblicke in den achtsamen Umgang mit Pflanzen. Dabei ist mir wichtig, dass jedes Kind in seinem Tempo teilnehmen kann und wir Angebote so gestalten, dass niemand ausgeschlossen wird.
Die Kindertagespflege befindet sich in einem Einfamilienhaus in Essen, inmitten der Stadtteile Schönebeck, Borbeck und Altendorf. Sie liegt in einer verkehrsberuhigten Lage mit guten Parkmöglichkeiten. Im fußläufigen Umfeld befinden sich drei Spielplätze für unterschiedliche Altersstufen sowie die sogenannte Trasse, über die viele Ziele schnell und unkompliziert erreichbar sind. Durch die gute Anbindung an Straße und Trasse ist die Kindertagespflege nicht nur mit dem Auto und dem Fahrrad gut zu erreichen, sondern auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dadurch ist eine Betreuung auch für Familien aus benachbarten Stadtteilen wie Essen-West und Frohnhausen sowie sogar aus Mülheim an der Ruhr gut möglich. Mir ist wichtig, dass der Weg in die Betreuung für Familien gut zu bewerkstelligen ist und Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen einen Ort finden, an dem sie dazugehören und ihren Alltag aktiv mitgestalten können.
